Hier bieten wir Ihnen eine weitere Besonderheit. Es handelt sich um ein Schaedelfragment eines fruehen Menschen.
Der Palaeanthropologe dem wir das Stueck vorlegten konnte diese interessanten Informationen beisteuern:
Es ist ein tausende jahre altes Schaedelstueck bestehen aus linkem und rechtem Os parietale eines anatomisch modernen Homo sapiens. Es handelt sich um ein juveniles (nicht ausgewachsenes Individuum. Cribra Cranii (leichte Inkfektionszeichen auf der oberfläche - durch Skorbut, Vitamin C Mangel oder Eisenmangel bedingt. Reizung des Periosts auf dem Schaedel, vermutlich bedingt durch hohe koerperliche Belastung, eigentlich erst ab einem Alter von etwa 40 Jahren aber aber das kann bei entsprechender Belastung auch früher auftreten. Die Erhaltung des Knochens ist fest, sehr dunkel, stark mineraisiert, definitiv mineralisch gelagert und wenig verwittert. Interessant: es zeigen sich moegliche Biss- oder Schnittspuren. Die zwei Schaedelteile sind durch die Schaedelnaht (Sutur) miteinander verbunden und nicht verklebt, sie lassen sich ein wenig gegeneinander bewegen.
Das Stueck stammt aus einer Kiesgrube (am ehemaligen Lauf des San-Flusses) in Polen. Auch viele pleistozaene Funde von Tieren wie
Mammut, Bison, Riesenhirsch, Nashorn etc. kommen von dieser Fundstelle.
Der Knochen wurde in einer Tiefe von etwa 15 Metern gefunden. Das Exponat ist ungebrochen,
es misst ca. 15 x 13 x 8 cm. Es befindet sich im originalen Fundzustand ohne jegliche Manipulationen.
Das Fundstueck ist verhaeltnismaessig schwer und stark mineralisiert. Die Erhaltung ist bemerkenswert gut, man erkennt bspw.
deutlich die Gefaessimpressionen an der Schaedelinnenseite.
Solche Knochen werden nur sehr selten gefunden. Die Foerdermethode vor Ort hat sich geaendert. Frueher wurde in der Kiesbaggerei
mit einer Baggerschaufel in den See eingetaucht und Sand, Kies und Fossilien zutage gefoerdert. Heute geht das mit einem Saugrohr
und vollautomatisch. Dabei werden viele Fossilien beschaedigt. Die Arbeiter steuern das alles nur noch elektronisch - sie sind auch
nicht mehr am Ort des Geschehens und sehen die Laufbaender nur aus der Ferne. Und wenn dann mal ein groesseres Stueck
wie bspw. ein Riesenhirschgeweih auf dem Band zu erkennen ist haben die Arbeiter ein Verbot den Prozess anzuhalten.
Alles geht direkt in den Schredder und wird dann zum Verkauf sortiert. Leider gehen so wunderbare Funde Tag für Tag
unwiederbinglich verloren.
Wir weisen ausdruecklich darauf hin, dass es sich um ein viele tausend Jahre altes Fundstueck
handelt und NICHT um einen rezenten Knochen. Das genaue Alter koennte mittels einer C-14
Datierung ermittelt werden. Die Datierung waere problemlos moeglich weil der Knochen sich noch im originalen
Fundzustand befindet und in keinster Weise mit Chemikalien behandelt wurde.
Seltenheit!