Dieser Barsch Amphiperca multiformis stammt aus den eozaenen Ablagerungen der weltberühmten Grube Messel.
Messel-Fossilien sind sehr begehrte Sammelobjekte. Die Fundstelle ist seit vielen Jahren nicht mehr zugaenglich.
Dieses Stück stammt aus einer alten Sammlung, es wurde in den 1970er Jahren gefunden.
Wie bei Messelfossilien ueblich wurde dieses Exponat mit der sogennaten Kunstharz-Transfer- Methode praepariert. Nur auf diese Weise lassen sich solche Fossilien dauerhaft konservieren.
Die Grube Messel ist UNESCO Weltkulturerbe und neue Funde kommen seit Jahrzehnten nicht mehr auf den Markt.
Die Fisch ist toll erhalten und zeigt viele Details. Er misst etwa 7 cm. Die ungebrochene Platte misst etwa 12 x 9 cm.
Ehrliches Stueck ohne jegliche Manipulationen.
Seltene Gelegenheit!
Das Fossil
Amphiperca multiformis ist eine der bekanntesten Fischarten aus dem
UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel. Es handelt sich um einen barschartigen Raubfisch, der vor etwa
47 bis 48 Millionen Jahren im mittleren Eozaen lebte.
Wichtige Merkmale und Lebensweise
- Erscheinungsbild: Amphiperca zeichnet sich durch einen gedrungenen, hochgebackenen Koerper und einen verhaeltnismaessig großen Kopf mit weitem Maul aus.
- Lebensraum: Der Fisch bewohnte den damaligen Messel-See, ein tiefes, tropisches Maar-Gewaesser. Seine Koerperform deutet darauf hin, dass er ein wendiger Lauerjaeger war, der im ufernahen Bereich zwischen Wasserpflanzen jagte.
- Ernaehrung: Als Raubfisch ernaehrte er sich von kleineren Fischen und Wirbellosen.
Besonderheiten der Fossilerhaltung
- Praezision: Dank der sauerstofffreien Bedingungen am Grund des Sees sind die Fossilien aussergewoehnlich gut erhalten. Oft sind nicht nur Skelette, sondern auch Weichteilschatten, Schuppen und sogar Mageninhalte sichtbar.
- Transfermethode: Da der Oelschiefer, in dem die Fossilien gefunden werden, an der Luft schnell austrocknet und zerbroeselt, muessen die Stuecke mit der speziellen Kunststoff-Transfermethode (Einbetten in Epoxidharz) konserviert werden.
- Seltenheit: Im Vergleich zu anderen Messel-Fischen wie Cyclurus ist Amphiperca seltener zu finden.