Art.Nr.: CYZMK 1
Cyamodus Pflasterzahn, Unterohrn (Muschelkalk/Keuper)
Beschreibung:
Zum Verkauf steht eine echte Seltenheit fuer Sammler der Trias-Fauna: Ein hervorragend erhaltener, isolierter Zahn des urzeitlichen Pflasterzahnsauriers Cyamodus.
Dieses Stueck stammt aus einer klassischen und bekannten Fundstelle: Der Grenze vom Oberen Muschelkalk zum Unteren Keuper von Unterohrn bei Oehringen (Baden-Wuerttemberg, Deutschland).
Der Zahn zeichnet sich durch seine urspruengliche, charakteristische Form aus. Das Fossil ist ungebroche, es weist eine sehr schoene Erhaltung des fossilen Zahnschmelzes auf.
Hintergrundinfos zu Cyamodus (Placodontia):
- Das Tier: Cyamodus gehoerte zur Gruppe der Placodontier (Pflasterzahnsaurier). Das waren Meeresreptilien der Trias-Zeit, die optisch stark an heutige Meeresschildkroeten erinnerten und einen flachen, stark gepanzerten Koerper besassen.
- Die Zahn-Besonderheit: Der Name Pflasterzahnsaurierā kommt von der einzigartigen Bezahnung. Im Kiefer besass das Tier breite, flache und extrem dicke Zahnplatten. Mit diesen massiven Werkzeugen knackte Cyamodus die harten Schalen von Muscheln, Brachiopoden und Krebsen auf dem Meeresboden. Dieser isolierte Zahn zeigt genau diese flache, extrem robuste Struktur.
- Alter & Lebensraum: Mittlere bis Obere Trias (vor ca. 240 bis 235 Millionen Jahren). Das Tier lebte im flachen, warmen Germanischen Becken, das damals grosse Teile Mitteleuropas bedeckte.
Highlights dieses Sammlungsstuecks:
- Originalitaet: Absolut ehrlich, ungebrochen, nicht geklebt und ohne jegliche Ergaenzungen oder Nachmalungen.
- Groesse: Der Zahn misst ca. 1 cm.
- Fundort-Wert: Unterohrn bei Oehringen ist in der Palaeontologie beruehmt fuer Funde aus dem Grenzdolomit. Da man dort heute kaum noch an neues Material gelangt, sind unbeschaedigte Saurierzaehne aus dieser Region rare, historische Sammlerstuecke und eine feste Wertanlage.
Warum sind solche Funde so extrem selten?
- Geringe fossile Dichte: Pflasterzahnsaurier wie Cyamodus standen als groessere Meeresreptilien an der Spitze der Nahrungskette. Auf ein einziges Reptil kamen Millionen von Muscheln und anderen Wirbellosen. Entsprechend selten sind ihre fossilen Ueberreste im Vergleich zu normalen Muschelkalk-Fossilien.
- Das Grenzdolomit-Fenster: Der Fundort Unterohrn ist fuer den sogenannten Grenzdolomit bekannt. Diese Schicht dokumentiert einen ganz spezifischen, kurzen geologischen Zeitraum beim Uebergang vom offenen Meer (Muschelkalk) zu einer verlandenden Kuestenlandschaft (Keuper). Nur in diesem schmalen Zeitfenster wurden die Zaehne abgelagert.
- Verlust durch Urzeit-Brandung: Da Cyamodus im flachen Wasser nahe der Kueste lebte, wurden verendete Tiere meist durch die starke Brandung und Wellenbewegung komplett zerschlagen. Dass ein einzelner Zahn voellig ungebrochen und ohne Abrollspuren die Jahrmillionen uebersteht, ist ein gluecklicher Zufall.
- Verschwinden der Fundstellen: Die klassischen Aufschluesse, Steinbrueche und Baustellen um Oehringen und Unterohrn, die in den vergangenen Jahrzehnten diese Funde lieferten, sind heute fast alle stillgelegt, renaturiert oder ueberbaut. Neues Material kommt so gut wie gar nicht mehr nach.
- Der Faktor Praeparation: Aufgrund der geringen Groesse von nur 1 cm werden solche Zaehne im Gestein beim normalen Abbau oder Suchen im Gelaende schlichtweg uebersehen. Es erfordert jahrelange Erfahrung und Adleraugen, um ein solches Stueck im Steinbruch ueberhaupt zu entdecken.
Der Vergleich: Cyamodus vs. Nothosaurus
- Haeufigkeit im Fundgebiet: Wer im germanischen Muschelkalk nach Reptilien sucht, findet zu 90 Prozent Reste von Nothosaurus. Ihre spitzen, langen Fangzaehne sowie Knochenfragmente zaehlen in bestimmten Schichten zu den regelmaessigen Funden. Ein Zahn von Cyamodus hingegen ist ein absoluter Gluecksfund, der oft selbst jahrelangen Sammlern in ihrer Laufbahn verwehrt bleibt.
- Unterschiedliche Populationsgroesse: Nothosaurus war der dominierende, hocheffiziente Fischjaeger jener Epoche. Die Tiere traten in grosser Zahl auf. Cyamodus hingegen war ein hochspezialisierter Einzelgaenger des Meeresbodens. Seine Populationsdichte war naturbedingt wesentlich geringer.
- Robustheit der Zaehne: Die langen, spitzen Zaehne von Nothosaurus brachen im Lebensalltag der Tiere staendig ab und wurden regelmaessig ersetzt. Dadurch wurden Unmengen dieser Zaehne im Sediment verteilt. Die massiven Pflasterzahn-Platten von Cyamodus hingegen waren extrem fest im Kiefer verankert und fielen zu Lebzeiten kaum aus. Ein isolierter Cyamodus-Zahn stammt daher fast immer von einem verendeten Tier und nicht von ausgefallenen Zaehnen.
- Sammler-Begehrlichkeit: Waehrend fast jede gut sortierte Trias-Sammlung mehrere Nothosaurus-Zaehne enthaelt, gilt ein unbeschaedigter Cyamodus-Zahn in Sammlerkreisen als echter Status-Faktor und wertvolle Bereicherung fuer Spezial-Sammlungen.
Wir liefern das Fossil in einer kleinen Plastikbox.
Wir haben nur diesen einen Zahn von Cyamodus - verpassen Sie nicht diese Gelegenheit.
Preis:
225,00 EUR